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St. Petersburg

Sankt Petersburg ist die 1. Station der „Handmade in Germany“- Worldtour und präsentiert damit den Auftakt der Ausstellung. Mit über 4,8 Millionen Einwohnern ist Sankt Petersburg die zweitgrößte Stadt Russlands. Dabei ist sie nicht nur der zweitgrößte Wirtschaftsraum des Landes, sondern hat den Ruf, Russlands hellste, wildeste und romantischste Stadt zu sein.

Die alte Zarenstadt liegt direkt am östlichsten Teil der Ostsee, dem Finnischen Meerbusen, umfasst 42 Inseln und besteht zu 10% aus Wasser. Häufig wird sie als „Venedig des Nordens“ bezeichnet. Ein Vergleich, der den zahlreichen Flussarmen der Newa geschuldet ist, welche die barock-klassizistische Altstadt von Sankt Petersburg durchziehen. Geschaffen von Peter dem Großen nach westlichem Vorbild, gehört dieser Teil der Stadt heute zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Die Anfänge der deutsch-russischen Beziehungen reichen weit in die Geschichte der beiden Völker zurück. Zur Zeit des Absolutismus waren das Russische Zarentum und Preußen direkte Nachbarn. Insbesondere die Jahre vor und nach dem Ersten Weltkrieg sind durch eine intensive gegenseitige Beeinflussung in Kunst, Literatur und Architektur geprägt – Blauer Reiter und Bauhaus zeugen davon ebenso wie Dostojewskij und Tolstoj, die nachhaltig auf Nietzsche und Heidegger wirkten. Heute findet sich Russlands größter kultureller Anziehungspunkt in Sankt Petersburg: die Eremitage. Der gigantische Ausstellungskomplex mit einer Gesamtausstellungsfläche von ca. 57.000 m² feiert dieses Jahr seinen 250. Geburtstag. Dies ist Anlass genug, dass die zehnte Ausgabe der Manifesta, der gesamteuropäischen Kunstbiennale, 2014 in Sankt Petersburg stattfindet. Spektakulär ist das Fabergé-Museum, das jüngste Museum der Stadt. Es zeigt rund 1.000 Arbeiten aus der Werkstatt des Goldschmieds Carl Fabergé – darunter zurückerworbene Exemplare, die einst der amerikanische Medienmogul Forbes bei einer Sotheby’s-Auktion erworben hatte. Ursprünglich sollte Sankt Petersburg als „Fenster nach Europa“ Russland wirtschaftlich erneuern. Bis zum Jahr 2025 besteht das ehrgeizige Ziel der ehemaligen Hauptstadt darin, sich als Russlands größtes Handels- und Innovationszentrum zu positionieren.

Zu den wichtigsten Industrien in Sankt Petersburg gehören der Schiff- und Maschinenbau, die Radioelektronik, aber auch die Möbelindustrie. Deutschland ist mit Abstand der wichtigste Wirtschaftspartner Russlands, allein in Sankt Petersburg gibt es über 400 Unternehmen mit deutscher Beteiligung. Die Tendenz ist steigend, beste Erfolgsaussichten haben Firmen in den Bereichen Bauzulieferindustrie, Infrastruktur, Verkehrstechnik sowie Umwelt- und Medizintechnik.

Handmade in Germany

Datum
20.09.2014

Ort
Sankt Petrikirche
St. Petersburg